Aus dem Stadtrat Eggenfelden - Juli 2025

UWG-Bericht zur Stadtratssitzung vom 15.07.2025:
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Als ersten Punkt wurde die Umsetzungsstrategie der Kommunalen Wärmeplanung vorgestellt.
Der CO2-Ausstoß der Eggenfeldener Gebäude ist überdurchschnittlich hoch. Bis 2040 soll die Wärmeversorgung größtenteils auf CO2-neutrale Energieträger umgestellt werden. Als eine der Empfehlungen wurde dazu vorgestellt, dass sich zwei Nahwärmeversorgungsnetze besonders anbieten würden. Eines im Bereich Krankenhaus und das andere im Bereich Johannes-Still-Platz. Am wirtschaftlichsten wäre ein Einsatz einer zentralen Hackschnitzelanlage. Wärmegestehungskosten wären bei ca. 15 ct/kWh. Es wurde der Stadt empfohlen hier weitere Schritte einzuleiten.
Sehr passend dazu wurde im nächsten Tagesordnungspunkt ein mögliches Nahwärmenetz in Gern durch die gräfliche Familie Lösch und deren Planer HPE vorgestellt. Das mögliche Netz umfasst eine zentrale Heizstation mit Hackschnitzel, Wärmepumpe, Solarthermie und möglicherweise einer PV-Anlage. Da ca. 40 % der maximal sinnvollen Leistung von unter einem Megawatt bereits von den städtischen Liegenschaften belegt werden würden, wurde von UWG-Stadtrat Christoph Lugeder hinterfragt, ob man eine solche zentrale Heizstation nicht in städtischer Hand z.B. an der Kläranlage selbst errichten könnte. Laut Stadtverwaltung wurden dazu bereits Untersuchungen angestellt. Aufgrund des Hochwasserschutzes sind keine wirtschaftlich sinnvollen Anlagen möglich.
Der Europabaum verursacht regelmäßig mittlere 4-stellige Kosten. Deshalb wurde dieser von der Verwaltung zur Diskussion gestellt. Da während der Sitzung viele gute und günstige Alternativlösungen aus dem Gremium gekommen sind, wurde eine endgültige Entscheidung auf die nächste Sitzung vertagt. Auch der Vorschlag von Helmut Gabriel (UWG) statt Baum eine Europaallee mit den bereits bestehenden Bäumen zu etablieren, wird dann zur Diskussion stehen.
Der kalkulatorische Zinssatz wurde, abweichend zum Verwaltungsvortrag, für alle Bereiche auf 3 % festgelegt.
Eine Flächennutzungsplanänderung zu Wohnbau in Kirchberg wurde ebenfalls einstimmig beschlossen. Der Umgriff umfasst drei Flurnummern bei denen zwei bereits mit Gebäuden bebaut sind. Die dritte Flurnummer rundet das Gebiet nun bis zu einer Straße ab.
Der aktuelle Finanzbericht zeigt deutlich bessere Tendenzen, als dies im Haushalt 2025 vorgesehen war. Die Prognose zeigt eine ähnliche positive Entwicklung, als das vor einem Jahr bereits war. Damals war das Jahresergebnis um einige Millionen Euro besser als der Haushaltsansatz. Ob das wohl dieses Jahr zufälligerweise wieder genauso zutrifft?
Aus gesundheitlichen Gründen tritt Werner Schießl sowohl als zweiter Bürgermeister als auch als Stadtrat mit sofortiger Wirkung zurück. Nachfolgerin wird Elisabeth Gärtner-Horak.
Den TOP Wünsche und Anregungen prägte vor allem der Vortrag von Helmut Gabriel (UWG) mit einem Plädoyer für das Freibad. Er forderte sowohl die Stadträte als auch die Stadtverwaltung auf das Thema Freibad ernst zu nehmen und der Einrichtung entsprechende Unterstützung zu geben.
Beiläufig erwähnt wurde von Bürgermeister Biber, dass im Stadtsaal eine Generalsanierung anstehe und ein Förderantrag dafür eingereicht werden soll. Hauptprobleme sind der Zustand der Toiletten und das undichte Dach.