Aus dem Stadtrat Eggenfelden - Oktober 2026

Der längste Tagesordnungspunkt der Oktober-Sitzung des Stadtrats betraf die FREIBADSANIERUNG. Die Essenz der fast einstündigen Präsentation durch Bauamtsmitarbeiter Jürgen Leitl waren Vorschläge zum Neubau des Planschbeckens samt Technik und die Umstellung des Kassensystems auf einen Automaten, die eventuell eine Ausweitung der Öffnungszeiten ermöglicht. Dr. Andreas Stegbauer (UWG) hielt fest, dass unter den gegebenen Umständen der Neubau des Planschbeckens notwendig sei, zeigte sich aber grundsätzlich skeptisch, inwieweit angesichts der vielen im Laufe der Zeit zur Beschlussfassung vorgelegten Einzelmaßnahmen der angekündigte umfassende Bürgerdialog noch ergebnisoffen geführt werden könne. Bürgermeister Martin Biber reagierte darauf mit einigen pampigen Bemerkungen, und manche Stadtratsmitglieder glaubten eine Lanze für den Neubau des Planschbeckens brechen zu müssen, obwohl dessen Notwendigkeit sowohl Jürgen Leitl als auch Dr. Andreas Stegbauer bereits betont hatten. Jürgen Leitl erläuterte dann, warum angesichts der derzeitigen räumlichen Situation das Planschbecken nur wieder am bisherigen Standort errichtet werden könne, und stellte klar, dass alle für die künftige Gestaltung des Freibads vorgestellten Pläne lediglich Ideen seien und beim Bürgerdialog diskutiert werden würden. Christoph Lugeder (UWG) hakte unter Hinweis auf die in der Präsentation schon angekündigte Beckensanierung nach und erkundigte sich, ob man sich mit dem neuen Heizsystem insoweit etwas verbaue - das sei nicht der Fall, lautete die Antwort. Auf die Zusatzfrage nach der künftigen Finanzierung hieß es, man müsse Eigenmittel verwenden, wenn sich nicht außer der bisherigen Förderung durch Bund und Land noch neue Geldquellen auftäten; insbesondere aus der „Sportmilliarde“ stünden keine weiteren Mittel zur Verfügung. Letztlich wurden die vorgeschlagenen Maßnahmen einstimmig beschlossen.
Auf Antrag der UWG-Fraktion sollte die Gebührensatzung für das Freibad dahingehend geändert werden, dass eine Begleitperson für einen Menschen mit Behindertenausweis und darin dem Merkzeichen „B“ künftig FREIEN EINTRITT erhält. Bürgermeister Martin Biber erklärte, er habe dies inzwischen schon per Verwaltungsanweisung verfügt, begrüßte aber den Antrag. Dr. Andreas Stegbauer erläuterte, dass damit eine verbindliche Rechtsgrundlage geschaffen werde, und stellte sodann klar, dass auch eine noch weiter gehende Befreiung denkbar wäre. Michael Staimer (CSU) schlug vor, die Beschränkung auf das Merkzeichen „B“ zu streichen. Mit dieser Maßgabe wurde der UWG-Antrag dann einstimmig angenommen.
Einhellig war auch das Votum für den von Thomas Kinzkofer (FWG) und Dr. Andreas Stegbauer eingebrachten Entwurf der Neufassung der Satzung des SICHERHEITSBEIRATS. In der Folge wurden auch die Mitglieder dieses beratenden Gremiums bestellt, die UWG benannte - wenig überraschend - Dr. Andreas Stegbauer. Damit kann der Sicherheitsbeirat nun fünf Monate nach Beginn der neuen Amtsperiode des Stadtrats endlich seine Arbeit aufnehmen.
Die von der Verwaltung überarbeitete Satzung des SENIORENBEIRATS wurde ebenfalls einstimmig angenommen. Mit der Bestellung der Mitglieder ist auch dieses Gremium jetzt wieder arbeitsfähig.
Ebenso wurde der ARBEITSKREIS ENERGIE UND ÖKOLOGIE neu aufgestellt.
Der STEUERUNGSGRUPPE SCHULSANIERUNG sollten nach dem Vorschlag der Verwaltung künftig neben dem Bürgermeister, den Schulleitungen sowie dem Schul- und Familienreferenten je ein Vertreter der Fraktionen angehören. Für die UWG ist dies Klaus Kammergruber. Auf seinen Vorschlag hin wurde außerdem noch Renate Hebertinger (SPD) aufgenommen, da sie als einziges amtierendes Stadtratsmitglied das Projekt von Anfang an begleitet hatte. Auch hier fiel das Votum einstimmig aus.
Unter „Wünsche und Anfragen“ beanstandete Dr. Andreas Stegbauer, dass auf dem PARKPLATZ AN DER BIRKENALLEE mehrere Schrottfahrzeuge gelagert würden. Man arbeite bereits an deren Beseitigung und an einer neuen Benutzungsregelung, antwortete Bürgermeister Martin Biber. Ein weiterer Hinweis betraf den CHRISTOPHBRUNNEN, der trotz längst stillstehender Baustelle auf dem Ruinengelände nicht zugänglich sei. Auch das werde man sich ansehen, meinte der Bürgermeister.
