Aus dem Stadtrat Eggenfelden - Mai 2024

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Die Tagesordnung im öffentlichen Teil war dieses Mal fast blank. Lediglich zwei Punkte wurden in der Maisitzung behandelt:

Als erstes wurde durch die bayerische Forstverwaltung ein Sachstandsbericht zur Bewirtschaftung des Bürgerwaldes vorgestellt. Hauptaugenmerk in der Zukunft ist eine stärkere Diversifizierung der Baumarten. Man möchte den Anteil der Fichten von aktuell 60% z.B. weiter langsam senken. Die Zuwachsraten haben in den letzten Jahren die Entnahmerate überstiegen. Um das Ziel eines gemischteren Waldes zu erreichen, wird dies in den nächsten Jahren dazu führen, dass die Entnahmeraten die Zuwachsrate übersteigen wird.
Aufgrund der anhaltenden Borkenkäferwelle seit dem Jahr 2017 und daraus folgender höherer Sturmschäden, wurden in den letzten Jahren jeweils mehr als 1.000 Festmeter Holz aus dem Bürgerwald ausgebracht. Sämtliche Schadflächen werden unmittelbar wiederaufgeforstet mit ca. 15 verschiedenen Baumarten.
Helmut Gabriel (UWG) hat sich erkundigt, wie gut das Zusammenspiel zwischen Aufforstung, Rehverbiss und Jagdaktivitäten in Einklang gebracht wird. Es wurde erläutert, dass aufgrund des „Erholungswaldes Bürgerwald“ eine Bejagung vor allem um den Bürgerwald herum, aber weniger im Bürgerwald selbst durchgeführt wird. Die Aufforstung wird mit entsprechenden Alternativen wie Einzäunungen, Bemalungen, Schutzbambus, etc. gut vorangetrieben.

Im nächsten Tagesordnungspunkt stellte die ESB Wärme GmbH die Überlegungen zu einem möglichen Nahwärmenetz mit Hackschnitzelheizung für das geplante Neubaugebiet Rott am Wald West vor. Es soll eine Machbarkeitsstudie beauftragt werden, welche ermitteln soll, wie hoch sich spätere Kosten für den Endkunden entwickeln können. Ziel ist eine Errichtung und Betrieb durch die ESB.
Trotz einiger kritischer Fragen vor allem aus der UWG bezüglich Monopolstellung und daraus resultierender Kostenbildung wurde eine Studie mit der Gegenstimme von Christoph Lugeder (UWG) beauftragt. Dieser präferiert eine unabhängige Studie mit der möglichen Folge der Errichtung und Betrieb durch die Stadt selbst.

Am Ende der Sitzung gab es unter „Wünsche und Anregungen“ zahlreiche Wortmeldungen.
Lorenz Rabanter (UWG) erkundigte sich nach dem aktuellen Stand der Bahnbrücke Karl-Rolle-Straße (weiterhin keine Mitteilung seitens der Bahn), dem Geh-und Radweg zwischen Landshuter Str. und Kronwitter Str. (Schwierig aufgrund finanzieller Situation und notwendigem Grunderwerb) und der Bitte um Aufstellung von zusätzlichen Mülleimern entlang dem Gehweg an der Rott.
Helmut Gabriel (UWG) erkundigte sich erneut, wie schon in der April-Sitzung, nach einem Video-Reisezentrum am Bahnhof Eggenfelden. Verwundert zeigte sich Helmut Gabriel vor allem auf die zugesicherte politische Unterstützung für eben eine solche Einrichtung in Simbach am Inn. Eine solche Unterstützung würde man sich auch für Eggenfelden wünschen…